RDSB Rettungsdienstschulen Bayern GmbH & RDSB Sanitätsdienste gemeinnützige GmbH

 

Traumatische Ereignisse im Betrieb

es sind verstörende Ausnahmen von den normalen Geschehnissen des Alltags. Sie passieren selten, sind aber hoch belastend und folgenschwer. Wir denken nicht gern daran, dass schwere Unfälle, Gewalttaten, Angst und Entsetzen in unser Leben und gar in unsere betrieblichen Abläufe einbrechen können. Aber noch schlimmer ist es, im Ernstfall unvorbereitet, hilflos und planlos dazustehen. Die Unfallversicherungsträger haben hierzu entsprechende Empfehlungen heraus gegeben.

Sie haben als Unternehmerin oder Unternehmer auch Pflichten, die es notwendig machen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen:

  • Sie haben eine Fürsorgepflicht. Sie tragen Sorge für die Gesundheit und das Wohlergehen Ihrer Beschäftigten.
  • Sie müssen eine Gefährdungsbeurteilung durchführen – auch für Gefährdungen durch traumatische Ereignisse. 
  • Sie haben eine Meldepflicht, wenn ein Arbeitsunfall eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder den Tod eines Beschäftigten zur Folge hat.


Traumatisierungen sind schwere seelische Verletzungen. Sie können an den verschiedensten Arbeitsplätzen als arbeitsbedingte Gesundheitsgefahr auftreten. Werden diese Traumatisierungen nicht zeitnah erkannt und zielgerichtet behandelt, dann können sich schwerwiegende Krankheitsbilder bei den Betroffenen mit direkten nachteiligen wirtschaftlichen Folgen für das Unternehmen einstellen.


Hinweise hierfür können sein:

  • Lange Arbeitsunfähigkeitszeiten
  • Berufsunfähigkeit
  • Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme der Tätigkeit
  • Vermeidungsverhalten gegenüber bestimmten Tätigkeiten 
  • Rückzugsverhalten gegenüber Kollegen
  • Verhaltensauffälligkeiten ( z.B. Suchtgefährdung) 

Psychologische Erste Hilfe durch Laien?

Schwere Unfälle, tätliche Angriffe, Überfälle, der Einsatz in Katastrophengebieten – immer wieder erleben Versicherte traumatische Ereignisse. Psychische Erkrankungen, Arbeits- und Berufsunfähigkeit können die Folge sein.  Um solche Folgen zu vermeiden, ist eine frühzeitige psychologische Unterstützung der Betroffenen sinnvoll. Hier setzt die psychologische Erstbetreuung an: Ihr Ziel ist es, die akuten Stressreaktionen möglichst zu vermindern und die Weitervermittlung in professionelle psychologische Versorgung sicherzustellen. 


Es werden erstmals Mindeststandards durch die Unfallversicherungsträger in der betrieblichen psychologischen Erstbetreuung definiert. Ziel ist es, eine einheitliche und hohe fachliche Qualität der Erstbetreuung herzustellen. Definiert wird: 

  • der Begriff Erstbetreuung 
  • das Fachkonzept Erstbetreuung (Einsatzkriterien, Inhalte der Erstbetreuung, Aufgaben und Rollen der Erstbetreuer)  
  • die Ausbildung der Erstbetreueinnen und -betreuer (Inhalte, Methoden, Umfang) 
  • organisatorische Rahmenbedingungen in den Unternehmen für eine wirksame psychologische Erstbetreuung 
  • Anforderungen an Stellen, die psychologische Erstbetreuerinnen und -betreuer ausbilden. 


Damit Standards der Unfallversicherungsträger erfüllt werden, bedarf es einiger Vorraussetzungen. So beträgt die Dauer des Seminars 16 x 45min und die Kursgröße ist auf 12 Teilnehmer zu begrenzen. 


Sie sind bereits Kunde bei uns? Dann genießen Sie jetzt schon unsere Unterstützungsangebot im Bereich der psychosozialen Unterstützung für ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Wir bieten jedem Unternehmen welches durch uns in den Bereichen Erste Hilfe,Brandschutz oder Rettungsdienst etc. geschult wird unsere Unterstützung an. Das Angebot ist vielfältig und wird jedem Unternehmen exklusiv angepasst.Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne.